Schmerzhafte Mutter Gottes (Lechlingszell)

Kirche Schmerzhafte Mutter Gottes in Lechlingszell

Lechlingszell galt als Siedlung des Klosters Thierhaupten. Das Kloster war auch der bedeutendste Grundherr vom Weiler. Deshalb ließ 1728 der damalige Abt auf einer Anhöhe am nordöstlichen Ortsrand die Filialkirche zur „Schmerzhaften Mutter Gottes“ bauen. Am 22. August 1728 wurde die erste heilige Messe in der spätbarocken Kapelle gefeiert. Mittelpunkt der Lechlingszeller Kapelle ist die barocke, fast lebensgroße Pièta. Im Inneren sieht man noch deutlich die enge Verbindung zu den Benediktinern von Thierhaupten: Über dem Hauptaltar brachte der Bauherr, Abt Maurus Steingruber, das Klosterwappen sowie sein eigenes an.

 

Bei der Säkularisation der Abtei im Jahre 1803 sollte die Kapelle abgerissen werden. Die fünf Bauern aus Lechlingszell kauften jedoch für 310 Gulden die Kapelle und den dazugehörigen Grundbesitz. Sie besaßen dadurch Eigentumsanteile, die jedoch im Grundsteuerkataster als „freies Eigentum der Gemeinde Lechlingszell“ eingetragen wurden. Somit wurde die politische Gemeinde für den Unterhalt dieser Kirche zuständig.

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