Maria im Elend

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In den nachfolgenden Abschnitten wird die Geschichte von Maria im Elend bildlich als auch textlich dargestellt. Die Texte und Bilder sind den Bildtafeln, welche an der Empore angebracht sind, entnommen worden.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Kirche Maria im Elend - Tafel von 1706Durch Krieg und Verwüstung kehrte im Lande Not und Elend ein. Das Schloßgut Unterbaar hatte als Viehbestand nur noch einige Kühe, die in den Wäldern des Gutes versteckt gehalten wurden. Der Hirte Nikolaus Kiegele mußte sie hüten. Eines Tages fehlten ihm drei Kühe. Trotz langem Suchen fand er sie nicht. Er nahm Zuflucht zur Muttergottes und gelobte Ihr zur Ehre eine Kapelle aus Holz zu errichten. Darauf fand er die Kühe auf einer Wiese beisammen. Er führte sein Gelöbnis aus, errichtete an dieser Stelle die Kapelle und stellte eine Muttergottesstatue auf. Jeden Tag betete er dort den Rosenkranz. Nach Jahren zog Kiegele in seine Heimat und die Kapelle zerfiel. Zimmermann Matthias Kunn, Unterbaar, fertigte ein Kästchen, stellte in dieses die Muttergottesstatue und befestigte es an einem Baum.

Grossansicht in neuem Fenster: Kirche Maria im Elend - Tafel von 1742 

Die Muttergottesfigur war 38 Jahre in dem einfachen Kästchen aufgestellt. So war der Ort "Maria im Elend" genannt. Als Benefiziat kam Friedrich Obersteiner nach Unterbaar. Er betete des öfteren vor der Muttergottes und faßte den Entschluß wieder eine Kapelle zu bauen. Mit Erlaubnis des Gutsherrn Freiherr v. Schenk, Unterbaar, wurde wieder eine Kapelle gebaut. Während ihres Bestehens wurde sie erweitert. Aus dieser Zeit sind zwei Muttergottesfiguren vorhanden. Wahrscheinlich ist die erste Figur im Kästchen durch Witterungseinflüsse zerstört worden. Die erhaltenen Figuren waren beide schon in der Kapelle zur Verehrung aufgestellt. Wegen der Feuchtigkeit und der vielen Risse, wurde die 2.Kapelle 1956 für baufällig erklärt und erst nach Fertigstellung der nunmehr neu gebauten Kapelle i. Jahr 1958 abgebrochen.

Grossansicht in neuem Fenster: Kirche Maria im Elend - Tafel von 1957 

In der Nähe der alten Kapelle wurde wegen günstiger Verhältnisse für den Neubau von der Stadt Augsburg ein schöner Bauplatz zur Verfügung gestellt. Pfarrer Karl Schwab, Oberbaar, legte am 15. August 1957 den Grundstein für die dritte Kapelle. S. Exz. Dr. Josef Freundorfer, Bischof von Augsburg, weihte am 20. November 1958 die neu erbaute Kapelle. Sämtliche guterhaltene und wertvolle Einrichtung der abgebrochenen Kapelle, ein gegeißelter Heiland, mehrere alte Votivtafeln und die beiden kleinen Muttergottesfiguren wurden in die neue Kapelle übernommen. Diese beiden Marienstatuen wurden in Barockschränkchen wieder zur Verehrung aufgestellt. - Der Altar wurde neu gestaltet und bekam eine große Muttergottesfigur.

 Grossansicht in neuem Fenster: Kirche Maria im Elend - Marienstatue

Bis zum heutigen Tage finden regelmäßig Wallfahrten aus vielen Orten zur Marienkapelle statt.

 

Alljährlich treffen sich die Kameraden- und Soldatenvereine Ende Mai, vor allem aus dem Inland, aber auch vereinzelt aus dem nahen Ausland, bei Maria im Elend zu einem festlichen Gottesdienst.

 

Im Monat Mai wird die Maiandacht an jedem Sonntag zelebriert. In den Sommermonaten wird dieser Brauch jeden ersten Sonntag im Monat weitergeführt.

 

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Kapelle den Rest des Jahres leer stehen würde - nein - es gibt wahrscheinlich keinen Tag im ganzen Jahr an dem nicht Dutzende von Gläubigen ihre Mutter Gottes zu einem stillen Gebet aufsuchen.

 

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